3.9.7. Ausblick

Es gibt in Wissenschaft und Philosophie, und ganz besonders unter den Laien, die sich damit befassen, eine Versuchung, vorschnell anzunehmen, mit der Klärung eines Problems auch alle anderen Rätsel mitgelöst zu haben. Auch einzelne Autoren von "Pushing Gravity", selbst der so verdienstvolle T. Van Flandern, sind nicht ganz frei davon. Es wäre aber ein Fehler, zu meinen, mit einem auf eine Sache begrenzten Fortschritt gleich alles Weitere geklärt zu haben. Vernünftiger wäre es, zu sagen: um andere Probleme mögen sich Andere kümmern, was ja nicht ausschließt, dass diese dabei von unserem Problemlösungsversuch profitieren können. Aber seien wir uns doch klar darüber: mit der Revision des grundlegenden Ansatzes der Gravitationstheorie wäre nur eine, wenn auch wichtige Aufgabe angegangen. Es gibt in der Physik und darüber hinaus noch weit mehr offene Fragen als die nach den Ursachen der Gravitation. Die Gravitationsproblematik hat für mich aber erst einmal Vorrang. Erst wenn wir mit der inhaltlichen Formulierung der Gravionentheorie und ihrer mathematischen Formalisierung und empirischen Überprüfung weitergekommen sind, könnte es reizvoll sein, ähnliche Ansätze auch in anderen Problembereichen zu versuchen.