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Hans Schauer: Ein Lob der Vielfalt
(Laudatio pluralitatis)

Verlag Blaues Schloss Marburg, Marburg/Lahn 2012, 340 S., 22,00 € ISBN 978-3-943556-02-5

Den vagen Unendlichkeiten der Attribute des alleinherrschenden Monotheos ("Allmacht", "Allwissen­heit", "Ewigkeit", oder gar "summum bonum"!) wird in diesem Band 2 der Buchreihe eine für Menschen verträglichere und dienlichere Vielfalt von Positivitäten gegenübergestellt, orientiert an den ursprünglichen Pluralitäten der Familie, an der sich selbst organisierenden Gemeinde und der politischen Gewaltenteilung, aber auch ganz modern an den Möglichkeiten der Teamarbeit und der multidisziplinären Forschung.

Zur Klärung des Zustandekommens und der immer neuen Bewährung solcher Vielfalt dient ein Rückgriff auf wissenschaftlich erschlossene Pluralitäten der Physik und Chemie, der Biologie und insbesondere der Primatenforschung und Anthropologie.

Aus ethnologischen und kulturhistorischen Quellen wird die Exogamie (das Einheiraten und die Beibehaltung von Kontakten mit der Herkunftsfamilie) betont, die Rolle des sprachlich und kulturell Fremden in frühen Stammesgesellschaften und die Gestalt des heiligen und sogar göttlichen "Tricksters" als Mittler und Anwalt der Menschen gegen totalitäre Götterherrschaft.

An ausgewählten Gestalten der Religionsgeschichte wie dem sumerischen Gott Enki, den Griechen Prometheus und Hermes, dem Juden Jesus, dem islamischen Al-Kchidr und an weiteren historischen Persönlichkeiten, wird ein "Memom" demonstriert, ein in Personen verdichteter und in Schriften tradierbar gewordener Sinn-Zusammenhang. Der kann auch heutigen Menschen Orientierung und Hilfe bieten, auch für die in Megastädten und Armutsvierteln, unter Wirtschaftskrisen und andernorts unter Kriegen zwischen Warlords und unter neuen Totalitarismen leidenden Menschen, die aber doch zur Zusammenarbeit bereit und im Grunde auf irdisch-menschliche Weise glücksfähig sind, vielleicht schon in unserer Zeit, aber wenigstens (hoffentlich!) in Zukunft.

Vollständiges Inhaltsverzeichnis

Band 2: Ein Lob der Vielfalt („Laudatio pluralitatis“)

1. Einführung

5

Danksagung

5

Bis heute gibt es noch religiöse und andere Monopole!

8

Die Alternative: Vielheit, Mannigfaltigkeit? Vielfalt!

11

Die „Heilige Sieben“

13

Ein numerologischer Exkurs

27

Weitere Zahlen

29

2. Naturgeschichte der Verschiedenheit und Vielfalt

34

Genese und Vermehrung des weiterhin Gleichen

35

Von homogenen Nebeln zu ersten Verschiedenheiten

38

Materielle Grundlagen der Vielfalt des Lebendigen

41

Biologische Evolution: Wachstum, Veränderung und Bewährung

44

Sexualität: Vermehrung mittels Vereinigung von Ähnlichem

52

Zur Stammesgeschichte der Menschen

54

Das erste Auftreten von Menschen

56

Für Menschen eigentümliche soziale Beziehungen

62

Das Sozialleben von heutigen Sammler-Jäger-Gruppen

67

Exkurs: Wie überwanden die „Jetztmenschen“ die Neandertaler?

75

Lob der Mischung

80

3. Vielfalt in Mythen und religiösen Ritualen

87

Der Fremde in Sammler-Jäger-Gruppen

87

Ein Trickster gegen die Herrschenden

90

Polytheistische Religionen

95

Susano-o, ein japanischer Erdgott

96

Der germanische Gott Loki

102

Der altsumerische Gott Enki

105

En-Ki, der archaische Gott der Erde

105

Die Erfindung der Keilschrift und anderer Schriften

109

Das geologisch-geographische Umfeld Enkis

112

Enkis Stadt Eridu und sein heiliger Tempel

115

Abzu: nur eine Lehmgrube?

116

Enki und das Wasser

119

Enki als phallisch aktiver Schöpfergott

121

Genealogien und Ranglisten sumerischer Götter

125

Ein Enki für Menschen

127

Vorbemerkung: Göttliche Herrscher und menschliche Sklaven

127

Ein sumerischer Schöpfungsmythos

131

Ein neuer Enki der späteren sumerischen Literatur ?

134

Enki als Magier und Beschwörer

135

Enki als Ratgeber

136

Er verfügt über „ğestú“: Verstand und Vernunft

137

Er schützt hilfsbedürftige Menschen vor dem Zorn der Götter

138

Enki, Adapa und die Götterspeise

140

Enki und der Südwind

140

Anu verspricht dem Adapa Unsterblichkeit; Enki warnt ihn

141

Enki und die große Flut

143

Er rettet Inanna aus der Unterwelt

147

Gesamteinschätzung

148

Vom sumerisch-akkadischen Enki/Ea zum Jahwe der Israeliten

149

Al-Kchidr, der Grüne, ein Heiliger vor und nach Mohammed

153

Der Koran (Sure 18) berichtet über Al-Kchidr, ohne ihn zu nennen

153

Verschiedene Versuche, diesen Korantext zu deuten

158

Al-Kchidr führt Szenen vor, statt Geschehenes zu erklären

161

Exkurs: Das Wort „hören“ und seine sinnähnlichen Ableitungen

164

Konsequenzen dieser Analyse für die Deutung des Korantextes

166

Der Grüne

171

Der Helfer

173

Der Weise

174

Sein „geheimes“ Wissen

177

Der Mystiker und die göttlichen Geheimnisse

178

Relativierung von Weisheitsansprüchen, Relativität des Wissens

180

Al-Kchidr respektiert anderen Glauben, schätzt Verschiedenheit

182

Al-Kchidr und das lebenserhaltende Wasser

182

Die zwei Gewässer

183

Inseln

185

Der unsterbliche und ewig junge Al-Kchidr bewirkt Erneuerung

186

Al-Kchidr in der Alexandersage

188

Al-Kchidr vs. Mose, eine Gegenüberstellung

190

Die Bahaí-Religion

193

Zur geographischen Verbreitung der Al-Kchidr-Verehrung

195

Geistesgeschichtliche Einordnung von Al-Kchidr

196

Al-Kchidr als einer von mehreren

198

Ein irdischer Jesus (Jeschua) von Nazareth

199

Enki, Al-Kchidr und Jesus

209

4. Antike Götter- und Heldenmythen und ihre Dichter

214

Vorbemerkung

214

Prometheus

216

Hermes

216

Odysseus

218

Ovid

220

Petronius

221

Deutungen des Gesamtwerks

228

Rezeptionsgeschichte und Nachleben des Satyricon

230

Apuleius

232

5. Pluralitärer Widerstand gegen Monismen

235

Frühlingsfeste und Karneval

235

Nasreddin Hodscha, ein schalkhafter Gotteslästerer

238

Jiddische Witze

242

Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

247

6. Polytheistisches in monotheistischen Religionen

255

Vorbemerkung

255

Monotheistische Zwangsbekehrungen als Zivilisationsbruch

255

Gottheiten

259

Heutige Menschen können weiterhin Götter brauchen

260

Erzengel und andere Wesen zwischen Göttern und Menschen

262

Polytheistisches im Christentum

266

Pluralitäre Toleranz auch gegenüber Mono-Göttern

271

Auf der Spur nach neuen Gottheiten

272

7. Seit alters her bewährte soziale Pluralitäten

277

Die Familie

277

Das Spiel

283

Das Team

286

Über gelingendes und scheiterndes Altern

290

Ein Bericht aus der Lebenspraxis eines Alten

315

8. Stellungnahme und Ausblick

329

9. Ein Nachtisch: die Frankfurter Grüne Soße

333

 

Nähere Informationen über die Bände 1 und 2 meiner Buchreihe können auch der Homepage des Verlags http://www.verlag-blaues-schloss.de entnommen werden.

In Arbeit ist der Band 3 mit dem Titel !!! Übertreibungen !!!, der im gleichen Verlag erscheinen wird, und dementsprechend werden später auch die restlichen Texte meiner Website, neu zusammengestellt und verbessert, in den folgenden Bänden der Buchreihe „Über Vieles im Ganzen“ zu lesen sein:

Band 4: Antriebe und Regressionen

Band 5: Monokratien versus Gewaltenteilung

Band 6: Gravitation // Elektromagnetismus

Band 7: Erkenntnistheorie // Praxeologie

Die ursprünglichen Texte werden aber jeweils bis zur Buchveröffentlichung weiterhin in meiner Website http://www.hansschauer.de zugänglich bleiben, um danach durch kürzere Inhaltsangaben ersetzt zu werden. Die aus meiner Website im vergangenen Jahr 2011 bisher am meisten abgerufenen Seiten aus den Kapiteln

Kapitel 5. Aggressivität von Menschen

Kapitel 7. Demokratie

Abschnitt 2.4. Anthropologische Beiträge

Abschnitt 2.3. Kritik aus den „exakten“ Wissenschaften

Kapitel 3. Perspektiven einer Korpuskulartheorie der Gravitation

werden also noch längere Zeit über meine Internetadresse abrufbar bleiben.
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